Oldenburger Landesturnier mit spannender Mischung

Bewährte Programmpunkte und neue Impulse

Pressemitteilung vom 13.07.2011

Die Besucher des 63. Oldenburger Landesturniers, das vom 19. bis 24. Juli im Rasteder Schlosspark stattfindet, erwartet auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Programm. Mit insgesamt 101 Wettbewerben in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren ist das Prüfungsspektrum so umfangreich wie noch nie in der Geschichte des Landesturniers. Es haben 811 Reiter aus 19 Nationen eine Nennung für das Landesturnier abgegeben. Sie bringen 2392 Pferde mit und haben rund 4.110 Startplätze reserviert.


Neu in diesem Jahr

Ein Novum im Programm des Oldenburger Landesturniers ist der Wettbewerb um den „Rasteder Champion“, eine Springprüfung der Klasse S*, die am Samstagabend unter Flutlicht stattfindet. In dieser Prüfung treten nur vier Reiter gegeneinander an – der Oldenburger Meister von 2011 und drei weitere vom Veranstalter benannte Reiter. Das Besondere: Es handelt sich um eine Prüfung mit Pferdewechsel, das heißt jeder Reiter reitet auch die Pferde seines Konkurrenten. Abgeritten wird auf dem Hauptplatz, sodass die Zuschauer miterleben können, wie die Reiter sich innerhalb kurzer Zeit auf die fremden Pferde einstellen, um nach kurzer Vorbereitungszeit einen schweren Parcours mit ihnen zu bestreiten. Erst wenn jeder Reiter mit jedem Pferd angetreten ist, steht der „Rasteder Champion“ fest. Bei Punktgleichheit entscheidet die Zeit, die mit dem eigenen Pferd benötigt wurde. Alle vier Teilnehmer der Prüfung sind automatisch qualifiziert für den Großen Preis am Sonntagnachmittag. Gefördert wird die Prüfung von der in Rastede beheimateten Firma Ulla Popken.

Bereits zum zweiten Mal wird der "Warm-Up-Fairnesspreis" vergeben. Der vom VW-Zentrum Oldenburg gestiftete Sonderehrenpreis für Nachwuchsreiter belohnt die korrekte und vor allem pferdefreundliche Vorbereitung auf die Prüfung in der Dressur, im Springen und in der Vielseitigkeit. An allen sechs Turniertagen wird ein Richterteam Ponyreitern, Junioren oder Jungen Reitern über die Schulter schauen und Abreitemethodik, Ausrüstung, Pflege- und Gesundheitszustand der Pferde sowie Umgang mit Pferd, Mitbewerbern, Trainern und Offiziellen genau in Augenschein nehmen. Im Jahr 2010 wurde Patrick Stühlmeyer vom RV Oldenburger Münsterland mit dem "Warm-Up-Fairness-Preis" ausgezeichnet.

"Der partnerschaftliche Umgang mit dem Pferd und das reiterliche Einfühlungsvermögen rücken für Pferdesportinteressierte immer mehr in den Fokus. Dieser Entwicklung tragen wir Rechnung und bieten gleichzeitig den Zuschauern interessante Einblicke", erläutert Turnierleiter Jan-Christoph Egerer.


Glanzpunkte 2011

Die Veranstalter des Oldenburger Landesturniers dürfen sich auf interessante Gäste freuen. Jürgen R. Viertelhaus, dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden der Vierol AG, Sponsor des Mächtigkeitsspringens am Freitagabend, ist es zu verdanken, dass eine Reihe hochrangiger Würdenträger aus der Politik sowie mehrere Kabinettsmitglieder das Turnier besuchen werden. Daneben wird auch die Polizeireiterstaffel aus Hannover – beritten mit Oldenburger Pferden – vor Ort sein.

Eine ganz neue Einrichtung ist der so genannte „Freundeskreis“ des Oldenburger Landesturniers. Dabei handelt es sich um einen Kreis von Menschen, die in Wirtschaft und Kultur des Oldenburger Landes eine Rolle spielen und sich dem Landesturnier eng verbunden fühlen. Als Freunde des Turniers leisten sie einen wichtigen Beitrag zu dessen finanzieller Unabhängigkeit und zur Wahrung seines traditionsreichen Charakters.

Etwas ganz Besonderes erwartet alle Besucher des Turnierplatzes am Freitagabend. Mehr darf noch nicht verraten werden, nur so viel: Es handelt sich um eine spektakuläre Enthüllung von historischer Tragweite. Man darf gespannt sein!


Bewährte Highlights

Im Mittelpunkt des Interesses werden u.a. die Oldenburger Meisterschaften in Springen, Dressur und Vielseitigkeit sowie im Fahren der Zweispänner stehen. Darüber hinaus locken viele hochkarätige Springprüfungen bis zur Kl. S die Zuschauer auf die Tribünen am Hauptplatz. Krönender Abschluss der schweren Springen wird am Sonntag der mit insgesamt 16.000 Euro dotierte "Große Preis der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg" sein.

Ein weiteres Highlight ist die mit 20.000 Euro dotierte „Buddelei-Trophy“, ein Mannschaftsspringen der Kl. S für die nordwestdeutschen Reiterverbände analog dem Nationen-Preis-Verfahren mit Finale am Freitagabend unter Flutlicht. Gestartet wird in zwei Umläufen, wobei sich die besten sechs Teams für den zweiten Umlauf, das Finale am Freitagabend unter Flutlicht, qualifizieren. Das siegende Team erhält neben dem Geldpreis für ein Jahr den Wanderpokal "Buddelei Trophy". Der Wanderpokal bleibt im Besitz einer Mannschaft, wenn diese den Wettbewerb dreimal in ununterbrochener Folge oder insgesamt fünfmal gewonnen hat. Eine Mannschaft besteht aus mindestens drei bis vier Reitern mit je einem Pferd, von denen die drei besten Reiter gewertet werden. Die beiden besten Einzelreiter werden zusätzlich belohnt: Sie qualifizieren sich für den "Großen Preis" mit einem Pferd ihrer Wahl.

Auch auf den Dressur-Vierecken wird viel geboten: Von den Qualifikationsprüfungen für das Bundeschampionat über die Mannschaftsdressuren bis zur Großen Tour Dressur mit dem Grand Prix Spezial "Preis der Landpartie Schloss Gödens" am Sonntag – sechs Tage lang Dressursport vom Feinsten in allen Facetten.

Äußerst beliebt beim Publikum ist die Mannschaftsdressurprüfung Kl. M um den "Preis der Bremer Landesbank" mit Mannschaften aus dem Emsland, Osnabrück, Oldenburg, Bremen und Hannover. In diesem Jahr erhalten die Teilnehmer zusätzlich die Möglichkeit, in einer Einzel-Dressurprüfung der Klasse M an den Start zu gehen.

Das Herzstück des Landesturniers, die Geländeprüfung der Vielseitigkeit, findet wie gewohnt am Samstag statt. Insgesamt haben sich 59 Reiter einen Startplatz in den Vielseitigkeitsprüfungen der Klassen A und L reservieren lassen.

Im Rasteder Viererzug-Championat um den "Preis der Oldenburgischen Landesbank", das jedes Jahr aufs Neue nicht nur das fahrsportinteressierte Publikum begeistert, gehen insgesamt 14 Gespanne an den Start, davon eines aus den Niederlanden.

Die Elite-Stutenschau am Donnerstag ist inzwischen ein fester Bestandteil des Landesturniers und ein Höhepunkt für alle Züchter und Freunde des Oldenburger Pferdes.

Auch an die Jüngsten ist wieder gedacht: Der traditionelle Familiennachmittag mit den Ponyspielen am Freitag lockt mit einem abwechslungsreichen Angebot für Kinder. Von 14 bis 18 Uhr heißt es wieder "Mitmachen und Spaß haben". Unterstützt wird das Unterhaltungs- und Mitmach-Event durch Präsentationen, Verlosungen und Promotion-Aktionen der EWE und der NWZ. Selbstverständlich wird es dort wieder Ponys zum Streicheln, Anfassen, Führen und Reiten geben, aber auch viele Spiele rund um Pferd und Reiterei. Und wer nicht unbedingt sein Glück auf dem Rücken eines Ponys sucht, findet andere Möglichkeiten sich zu vergnügen. Hüpfburg, Schminkzelt, Sommerrodelbahn, Hufeisen-Werfen und ein Spaß-Parcours sind nur einige der Stationen, die Kinder einladen dabei zu sein.


Prominente Besetzung

Die Prüfungen des Oldenburger Landesturniers sind nach den bisher vorliegenden Meldungen nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von der Qualität der Reiter hervorragend besetzt. Mit dabei sind Spitzenreiter wie Mario Stevens, Gilbert Böckmann, Manuela Schweizer, Matthias Janßen, Joachim Heyer, Sören Pedersen, Hilmar Meyer und René Tebbel mit Sohn Maurice im Springen sowie im Dressurbereich Markus Gribbe, Bianca Kasselmann, Britta und Hannes Baumgart, Anja Engelbart, Leonie Bramall, Kira Wulferding und Johanna von Fircks – um nur einige zu nennen. Spannende Wettbewerbe mit namhaften Akteuren sind also garantiert.

"Viele Teilnehmer aus dem Landesverband Weser-Ems und dem Reiterverband Oldenburg gehören längst zur Spitzenklasse der Reiterei in Deutschland. Diese Reiter-Elite ist ein Garant dafür, dass das sportliche Niveau der Wettbewerbe von höchster Qualität ist", ist sich Turnierleiter Jan-Christoph Egerer sicher.


Maximaler Komfort für Aktive und Zuschauer

Das dürfte besonders die Reiter freuen: Sämtliche Abreite- und Prüfungsplätze wurden aufwändig saniert und die Bodenverhältnisse damit erheblich verbessert. In Abstimmung mit der Turnierleitung hat die Gemeinde Rastede namhafte Spezial-Firmen mit Bearbeitung und Pflege der Böden beauftragt. Beide Firmen pflegen die Plätze auch während des Turniers, um die Bodenqualität über die sechs Turniertage hinweg konstant zu erhalten.

Nicht nur Aktive, auch Zuschauer, Trainer und Pfleger können sich über beste Bedingungen freuen: Neu ist eine zusätzliche Videowand am Viereck D2, die auf Initiative des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes dort aufgestellt wurde. Denn auf D2 findet neben den Reit- und Dressurpferdeprüfungen auch die Stutenschau statt. Daneben wird es am Viereck D2 erstmals eine überdachte Tribüne geben.

Bereits bewährt hat sich die Videowand auf dem Abreiteplatz Springen. Regelmäßig werden dort Starter- und Rangierungsliste eingeblendet und es kann das Geschehen auf dem Hauptplatz verfolgt werden. Als weitere Serviceleistung für die Zuschauer werden auf dem Springplatz selbst ebenfalls wieder zwei großflächige Videowände aufgestellt.

Attraktive Verkaufs- und Restaurationsstände rund um den Abreiteplatz runden das Angebot ab und werden sicher manchen Besucher anziehen.


Rundum gut informiert

Erstmals verzichten die Veranstalter des Landesturniers auf das umfangreiche Programmheft und bieten den Besuchern ein handliches Faltblatt mit allen notwendigen Informationen. Übersichtlich aufgemacht finden sich dort Zeitplan, Platzskizze und viel Wissenswertes rund um das Turniergeschehen.

Auch im Internet unter www.reitverein-rastede.de sind jederzeit alle aktuellen Informationen abrufbar. Zusätzlich überträgt von Donnerstag bis Sonntag die Internetplattform ClipMyHorse live aus dem Schlosspark.

Ganz neu: Rechtzeitig zu den Turniertagen gibt es eine Landesturnier-App für iPhone und iPad mit Zeitplan, Teilnehmerverzeichnis, Ergebnisdienst, Impressionen und Vielem mehr. So sind Interessierte auch mobil jederzeit bestens informiert.


Auftakt nach Maß: Prominente Reiter präsentieren ihre Zukunftshoffnungen

Seit Jahren schon erfreuen sich die Prüfungen am ersten Turniertag auch bei den Spitzenreitern der hohen Leistungsklassen großer Beliebtheit – insbesondere die Qualifikationsprüfungen für das Bundeschampionat in Warendorf. Und so sind viele Reitsportgrößen mit ihren Nachwuchspferden bereits am Dienstag am Start. Allein in den Springpferdeprüfungen für die fünfjährigen Pferde sind rund 160 Startplätze reserviert.