64. Oldenburger Landesturnier mit ganz besonderen Höhepunkten

Spitzensportler und junge Talente zeigen ihr Können im Rasteder Schlosspark

Pressemitteilung vom 09.07.2012

Vom 17. bis 22. Juli erleben Besucher des 64. Oldenburger Landesturniers vor der eindrucksvollen Kulisse des Rasteder Schlossparks täglich ein sportliches Programm der Extraklasse. Von der ländlichen Reiterei bis zum Spitzensport spannt sich dabei der Bogen. Genau 100 Wettbewerbe in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren gibt es den sechs Turniertagen zu sehen. Damit ist das Prüfungsspektrum so umfangreich und vielfältig wie auf kaum einem anderen Turnier in Europa. Wieder haben rund 900 Reiter ihre Nennung für das Landesturnier abgegeben und fast 4000 Startplätze reserviert. Sie werden an die 2500 Pferde präsentieren.


WM-Qualifikation der Viererzüge

Ein besonderes Highlight im breit gefächerten Prüfungsspektrum ist wie in jedem Jahr das „Rasteder Viererzug-Championat“ – mit einem Unterschied: Dieses Mal ist es zugleich Qualifikationsprüfung für die Viererzug-Weltmeisterschaft, die vom 15. bis 19. August in Riesenbeck stattfindet. Die besten deutschen Gespanne werden in Rastede erwartet – ein Zusammentreffen wie es auf so hohem Leistungsniveau selten zu sehen ist. Der Leitende Bundestrainer Fahren, Ewald Meier, hat sich nach einer Begehung des Turniergeländes persönlich dafür eingesetzt, dass eines der bundesweit insgesamt drei Sichtungsturniere in Rastede stattfindet. Eigens für die WM-Qualifikation stehen im Schlosspark sieben Hindernisse der schwersten Klasse zur Verfügung, zwei von ihnen wurden gänzlich neu errichtet, die anderen entsprechend umgebaut. Dabei sind nicht alle neuen Hindernisse fest auf dem Platz installiert, einige von ihnen sind mobil. Für die Renovierung und den Neubau der Fahrhindernisse bringt der Renn- und Reitverein Rastede eine fünfstellige Summe auf und schafft die Grundlage für sportlich interessante Wettkämpfe in diesem und in den kommenden Jahren.


Erstmals zwei Geländetage

Wer den Geländeritt der VS-Reiter erleben will, muss anders als bisher am Freitag statt am Samstag in den Schlosspark kommen. Der Geländeteil der Vielseitigkeitsprüfungen der Klassen A und L, traditionell das Herzstück des Landesturniers, findet erstmals schon am Freitag statt, denn am Samstag sind die Fahrer im Gelände. Aufgrund der hohen Nennungszahlen und der Bedeutung des Viererzug-Championats in diesem Jahr sind die Geländeprüfungen nicht mehr wie bisher an einem Tag zu bewältigen.


Talentförderpreis für junge Reitertalente

Einmal vor ganz großer Kulisse reiten – für 50 Kinder und Jugendliche wird dieser Traum auf dem Oldenburger Landesturnier wahr. Reiterverband Oldenburg und Öffentliche Versicherungen Oldenburg bieten talentiertem Reiternachwuchs die Chance, ihr Können vor großem Publikum zu demonstrieren. Die Qualifikationsprüfungen zum großen Finale in Rastede fanden bereits am 18. Mai auf dem Hof der Familie Böckmann in Lastrup statt. Dort mussten die Kinder und Jugendlichen in einer Dressurprüfung bzw. einer Stilspringprüfung der Klasse A ihr Können unter Beweis stellen. Die jeweils 25 besten Teilnehmer einer jeden Disziplin qualifizierten sich mit ihrem Pferd oder Pony für die Finals. Diese finden am Sonntag unmittelbar vor dem Großen Preis bzw. dem Grand Prix de Dressage statt.


Sonntag ist Finaltag und Familientag

Das Beste kommt in diesem Jahr zum Schluss: Erstmalig ist der Sonntag in diesem Jahr ein reiner Finaltag. Es jagt also buchstäblich eine spannende Entscheidung die andere. Unter anderem stehen folgende Entscheidungen an:

Youngster-Tour, Mittlere Tour, Große Tour Springen (Großer Preis) und Dressur (Intermediaire I und Grand Prix de Dressage), Viererzug-Championat, Mannschaftsdressur Kl. M, Talentförderpreis Springen und Dressur sowie Ponyspiele.

Es wird also am letzten Turniertag noch einmal besonders spannend auf der Wettkampfbühne. Aber nicht für Sportinteressierte ist der Sonntag ein Erlebnis, auch Kinder und Familien kommen auf ihre Kosten: Der beliebte Familiennachmittag hat in diesem Jahr ebenfalls am Sonntag seinen Platz gefunden und lockt mit einem abwechslungsreichen Angebot für die Jüngsten. Von 14 bis 18 Uhr gibt es wieder viele Spiele, Präsentationen, Aktionen und Verlosungen rund um Pferd und Reiterei. Und selbstverständlich sind es auch wieder jede Menge Ponys zum Streicheln, Anfassen, Führen und Reiten vor Ort.

Anders als gewohnt, findet das Oldenburger Landesturnier in diesem Jahr in der letzten Woche vor den Sommerferien statt. Die Organisatoren rechnen deshalb mit noch mehr Besuchern als in den vergangenen Jahren, da die Urlaubszeit erst nach dem Landesturnier beginnt.


Dressurbereich neu gestaltet

Nachdem die Dressurplätze im letzten Jahr mit Unterstützung der Gemeinde Rastede saniert und umgestaltet wurden, wird der Dressurbereich auf dem Hauptplatz in diesem Jahr noch einmal weiterentwickelt – positive Auswirkungen auf den Springbereich inklusive. Die Maßnahmen im Einzelnen: Abreiteplatz Dressur und D 2 tauschen die Plätze. Zudem wird der Abreiteplatz Dressur um mehrere hundert Quadratmeter erweitert. Rund um den neuen Dressur-Abreiteplatz wird nun die „Expo“ mit vielen verschiedenen Verkaufs- und Restaurationsständen aufgebaut. Der Dressurbereich wird damit für das Publikum noch attraktiver und lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Durch die Verlagerung entsteht rund um den Abreiteplatz Springen zusätzlicher Platz, sodass auch dieser Abreiteplatz großzügig erweitert werden konnte. Ein öffentliches Zelt am Springplatz, dort wo bisher das „Buddelei-Zelt“ stand, bringt weiteren Komfort für Spring-Interessierte.

Über die Neugestaltung des Dressurareals und des Spring-Abreiteplatzes hinaus wurde weiter an der Qualität der Plätze gearbeitet. Sämtliche Plätze wurden erneut gesandet und werden, wie bereits im vergangenen Jahr, auch während des Turniers von Fachleuten immer wieder bearbeitet, um die Bodenqualität über die sechs Turniertage hinweg konstant optimal zu erhalten.


"Rasteder Champion" mit geändertem Modus

Die Springprüfung um den Titel des „Rasteder Champion“ wurde im vergangenen Jahr erstmals ausgeschrieben und sehr gut angenommen. In diesem Jahr wurde der Austragungsmodus leicht verändert: Geritten wird diesmal ein S-Springen mit sofortigem Stechen, das heißt bei einer Nullrunde bleibt der Reiter auf dem Platz, hält sich zwei Minuten in einem vorgegebenen Areal auf und reitet direkt im Anschluss den Stechparcours. Das neue Reglement verspricht noch mehr Spannung und Rasanz. Dazu gibt es Interessantes direkt von den Aktiven, denn diese werden in der kurzen Pause zwischen Umlauf und Stechen zu ihrer Taktik direkt auf dem Springplatz interviewt. Die Prüfung findet am Samstagabend unter Flutlicht statt.


Neu: Barrierespringen statt Mächtigkeitsspringen

Noch eine Neuerung gibt es bei den Springprüfungen am Samstagabend: Anstelle des Mächtigkeitsspringens wird es erstmals ein Barrierespringen geben. Zugelassen sind die zehn punktbesten Reiter der Großen Tour sowie die fünf besten Paare aus der Oldenburger Tour. Beim Barrierespringen kommt es neben der Sprungkraft des Pferdes in erster Linie auf den richtigen Rhythmus an, außerdem sind Mut und Geschicklichkeit gefragt. Im Parcours stehen sechs Hindernisse in gleichmäßigen Abständen (Six Bars). Die Stangen werden in jedem Durchgang höher gelegt. Wer ein Hindernis reißt scheidet aus, fehlerfreie Paare dagegen qualifizieren sich für die nächste Runde bis zur Entscheidung.


Warm-up-Fairness-Preis geht in die vierte Runde

Bereits in sein viertes Jahr geht der „Warm-Up-Fairness-Preis“. Dieser Sonderehrenpreis für Nachwuchsreiter belohnt die korrekte und pferdefreundliche Vorbereitung auf die Prüfung. An allen sechs Turniertagen wird ein Richterteam den Sportlern über die Schulter schauen und den Umgang mit ihrem Pferd, aber auch mit Mitbewerbern, Trainern und Offiziellen, genau in Augenschein nehmen. Jeden Tag erhält dann eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer einen Fairness-Preis.


Verschiedenes

Neben den Oldenburger Meisterschaften in Springen, Dressur und Vielseitigkeit sowie im Zweispänner-Fahren sind besonders die vielen hochklassigen Spring- und Dressurprüfungen sehenswert. Krönender Abschluss der schweren Springen wird am Sonntag der mit insgesamt 17.500 Euro dotierte "Große Preis der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg" sein. Auf den Dressur-Vierecken beschließt der Grand Prix de Dressage den Reigen der schweren Konkurrenzen.

Die Elite-Stutenschau am Donnerstag mit der anschließenden Präsentation der besten Stuten auf dem Brillantring ist ein fester Bestandteil des Landesturniers und ein Höhepunkt für alle Züchter und Freunde des Oldenburger Pferdes.

Ab Freitag wird auch die Polizeireiterstaffel Hannover wieder vor Ort sein.

Den Auftakt machen die Qualifikationsprüfungen für das Bundeschampionat in Warendorf. Viele prominente Reiter präsentieren an den ersten Turniertagen ihre Nachwuchspferde im Viereck bzw. im Parcours.

Wie bereits im vergangenen Jahr bietet ein handliches Faltblatt den Turnierbesuchern alle notwendigen Informationen. Übersichtlich aufgemacht finden sich dort Zeitplan, Platzskizze und viel Wissenswertes rund um das Turniergeschehen.

Auch im Internet unter www.reitverein-rastede.de sind jederzeit alle aktuelle Informationen und Ergebnisse abrufbar. Zusätzlich überträgt die Internetplattform Clip-my-horse in diesem Jahr bereits ab Dienstag live aus dem Schlosspark.

Nach der erfolgreichen Einführung der Landesturnier-App gibt es auch in diesem Jahr wieder viele Informationen, Bilder und Features direkt auf den iPhone- oder iPad-Bildschirm. Landesturnier-Fans sind so auch mobil jederzeit bestens informiert.