64. Oldenburger Landesturnier mit olympischem Flair

Von ländlicher Reiterei bis Spitzensport: Wo WM-Hoffnungen, Nachwuchstalente und Olympiateilnehmerinnen aufeinander treffen

Pressemitteilung vom 22.07.2012

„Unser Konzept hat sich bewährt und wir werden es auf jeden Fall beibehalten“, resümiert Turnierleiter Jan-Christoph Egerer das 64. Oldenburger Landesturnier, das am Sonntag mit dem Großen Preis zu Ende ging. Bei 100 Prüfungen in sechs Tagen blieben keine Wünsche offen. „Aber beim Wetter, da ist noch Luft nach oben“, formuliert Egerer seinen Wunsch für das nächste Jahr. Alles das, was er und sein Team steuern und beeinflussen könnten, liefe bereits nahezu optimal, freute sich der Vorsitzende des gastgebenden Renn- und Reitvereins Rastede. Seine Devise für die Zukunft lautet: „Die Ländlichkeit und das breit angelegte Prüfungsspektrum müssen erhalten bleiben. Uns ist die Bodenhaftung wichtig.“

Das 64. Oldenburger Landesturnier in Zahlen: Rund 30000 Zuschauer, 2250 Pferde, darunter sehr viele mit dem Oldenburger Brand, 930 Reiter aus rund 20 Nationen und 3700 Nennungen. Damit blieben die Besucherzahlen trotz zum Teil widriger Wetterbedingungen stabil. Am besucherstärksten war, wie erwartet, das Wochenende. Zu Turnierbeginn, insbesondere am Mittwoch und Donnerstag, machte das Wetter den Organisatoren das Lebens schwer. Die Plätze litten unter den großen Wassermengen, hielten aber dennoch durch permanente Bearbeitung und Pflege der Beanspruchung stand. Zum Wochenende hin wurde das Wetter besser und schon am Samstag merkte man kaum noch etwas von den Schwierigkeiten der Anfangstage. An diesem Tag fand das mit Spannung erwartete Geländefahren der Viererzüge statt, das zugleich eine Qualifikationssichtung für die Viererzug-Weltmeisterschaften war. Bundestrainer Ewald Meier zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Verlauf: „Es hat alles super geklappt. Kompliment an die Veranstalter – wir werden Rastede auch in Zukunft weiter im Blick haben“, lautete sein Fazit.

Sportlich war das Oldenburger Landesturnier einmal mehr hochklassig besetzt und verband Spitzensport und ländliche Reiterei in einzigartiger Weise. Auf dem Springplatz präsentierte sich Lokalmatador Mario Stevens in Topform. Er gewann insgesamt 15 Prüfungen, darunter die Oldenburger Meisterschaft der Springreiter. Zudem verliehen zwei Olympiateilnehmerinnen kurz vor dem Beginn der Spiele in London dem Turnier besonderen Glanz: Helen Langehanenberg aus Havixbeck stellte am Freitag ein Nachwuchspferd in einer Reitpferdeprüfung vor. Ihre Kollegin Kristina Sprehe hatte kurzfristig nachgemeldet und ritt einen Hengst des elterlichen Gestüts in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse M, die sie prompt für sich entscheiden konnte. Zu den erfolgreichsten Reiterinnen im Dressurbereich gehörten Nadine Corterier vom gastgebenden RuRV Rastede, die im Rahmen des Abendprogramms am Samstag ihr Goldenes Reitabzeichen für herausragende Leistungen verliehen bekam, Simone Kruse vom RFC Niedervieland, die mit der Intermediaire II und dem Grand Prix die beiden höchstklassigen Dressurprüfungen gewann, sowie Kira Wulferding, die Oldenburger Meisterin 2012.

Auch für den reiterlichen und pferdebegeisterten Nachwuchs hatte das Turnier eine Menge zu bieten: Der Talentförderpreis der Öffentlichen Versicherungen, der auch im kommenden Jahr wieder einen festen Platz im Programm haben wird, die beliebten Ponyspiele und der Familientag am Sonntag boten neben dem gezeigten Spitzensport beste Unterhaltung.

Das 65. Oldenburger Landesturnier findet vom 23. bis 28. Juli 2013 statt.