Traditionsfest des Pferdes: Das 65. Oldenburger Landesturnier

Mischung aus ländlicher Reiterei und Spitzensport fasziniert

Pressemitteilung vom 28.07.2013

"Wir haben unser bewährtes Konzept beibehalten und eine Reihe interessanter Neuerungen umgesetzt, das hat bestens funktioniert", resümiert Turnierleiter Jan-Christoph Egerer das 65. Oldenburger Landesturnier, das am Sonntag mit dem Großen Preis zu Ende ging. Mit über 100 Wettbewerben an sechs Tagen war das Landesturnier einmal mehr ein Pferdsport-Event mit überregionaler Bedeutung und zugleich Schaufenster der Oldenburger Reiterei und Pferdezucht.

Insbesondere mit der Resonanz auf die auf die neuen Prüfungsserien zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden: "Wir sind uns sicher, dass die Prime Time-Tour und die Jungpferde-Championate sich nachhaltig etablieren werden", so Turnierleiter Egerer. Wenn es etwas zu verbessern gebe, dann sei dies die Parkplatz-Situation. "Daran wollen wir arbeiten, um für die Besucher auch in diesem Punkt vollen Komfort zu erreichen", so Egerer.

Das 65. Oldenburger Landesturnier in Zahlen: Rund 30000 Zuschauer, 2500 Pferde, darunter sehr viele mit dem Oldenburger Brand, über 900 Reiter aus rund 20 Nationen und knapp 4000 Nennungen. Werte, die sich kaum noch steigern lassen und die den Stellenwert des Turniers eindrucksvoll belegen.

Das herrliche Ambiente des Schlossparks, die gewachsene Turniertradition und nicht zuletzt die vielen interessierten Besucher, das war auch in diesem Jahr wieder die Mischung, die das Landesturnier ausmachte. "Rastede hat das beste Pferdesport-Publikum, das man sich vorstellen kann", freute sich Jan-Christoph Egerer. Er lobte den Enthusiasmus, das Fachwissen und die Begeisterungsfähigkeit der Zuschauer, die richtig mitfieberten und den Auftritt in Rastede für die Aktiven zu etwas ganz Besonderem machten.

Große Solidarität und viel Mitgefühl erfuhr auch Vielseitigkeitsreiterin Merle Wewer, als sie am Freitag den tragischen Verlust ihres Pferdes Likoto erleben musste. Likoto war auf der Querfeldein-Strecke verstorben, nach Einschätzung der Tierärzte aufgrund eines Aorten-Abrisses. "Der Tod unseres Pferdes ist der Verlust eines Freundes", erklärte die Mutter der Reiterin und Besitzerin des Pferdes, Dr. Petra Wewer. "Gerade die Vielseitigkeitsreiter haben ein sehr inniges Vertrauensverhältnis und großes Verantwortungsgefühl ihren Pferden gegenüber. Das können nur Menschen nachvollziehen, die das einmal erlebt haben."

Sportlich war das Oldenburger Landesturnier wieder einmal hochklassig besetzt. Die große Leistungsdichte und das hohe Qualitätsniveau in den Nachwuchspferdeprüfungen beeindruckten Richter und Zuschauer gleichermaßen.

Und auch für den reiterlichen und pferdebegeisterten Nachwuchs hatte das Turnier eine Menge zu bieten: Der Talentförderpreis der Öffentlichen Versicherungen, der bereits zum zweiten Mal stattfand, die beliebten Ponyspiele und der Familientag am Sonntag boten beste Unterhaltung. "Diese Kombination aus ländlicher Reiterei, Oldenburger Zucht und Spitzensport - das ist unsere Vergangenheit und ganz sicher auch unsere Zukunft", lautet Egerers Fazit.

Alle aktuellen Ergebnisse finden Sie unter www.oldenburger-landesturnier.de/sport-und-zucht/ergebnisse.